Nutzung
Der Server spricht Standard-MCP über Streamable HTTP — grundsätzlich verbindet sich jeder
MCP-fähige Client über dieselbe URL (.../api/mcp?code=<Function-Key>). Die folgenden Abschnitte
zeigen die konkrete Einrichtung für die gängigsten Clients.
Claude Code
Dieses Repository bringt bereits eine passende .mcp.json mit:
{
"mcpServers": {
"databridge": {
"type": "http",
"url": "http://localhost:7062/api/mcp?code=${DATABRIDGE_FUNCTION_KEY:-local}"
}
}
}
Lokal (Core Tools / Debugger): Der lokale Function-Host prüft den Auth-Level Function nicht
— der Platzhalterwert local in der URL reicht aus. Voraussetzung ist nur, dass die Function App
tatsächlich auf Port 7062 läuft (nicht der func-Standard 7071!):
- Visual Studio /
dotnet run: StartprofilDataBridgeaussrc/DataBridge/Properties/launchSettings.json(setzt bereits--port 7062). - VS Code: Task
func: host startaus.vscode/tasks.json(ebenfalls fest auf--port 7062). - Rider: die in der IDE angezeigte „Azure Functions Project"-Run-Configuration
DataBridge— im Feld „Function host arguments" musshost start --pause-on-error --port 7062stehen.
Danach lädt Claude Code den databridge-Server automatisch; die Tools erscheinen mit dem Präfix
mcp__databridge__....
Gegen eine Azure-Deployment-Instanz: DATABRIDGE_FUNCTION_KEY als Umgebungsvariable auf den
echten Function Key setzen (Azure Portal → Function App → Funktionen → Mcp → Funktionsschlüssel)
und localhost:7062 in einer lokalen .mcp.local.json (siehe .gitignore) durch die echte
Function-App-URL ersetzen — niemals einen echten Key in .mcp.json committen.
Beispiel-Interaktion
Ein typischer Anwendungsfall: prüfen, ob ein Mapping-Feld wirklich im Zielsystem existiert.
Prompt: „Prüfe, ob das Mapping
BCAccountsgültige Zielfelder hat — vergleiche mit den echten Metadaten der Connection."
Claude ruft dafür typischerweise nacheinander auf:
get_mappingmitrowKey: "BCAccounts"→ liefert die konfigurierten Feld-Mappings inkl.TargetTable/TargetPath.get_connector_table_schemamit dertargetConnectionaus dem zugehörigen Job sowietableName/apiPathaus dem Mapping → liefert das tatsächliche Schema.- Vergleicht beide Ergebnisse und meldet fehlende Felder oder Typ-Abweichungen.
Damit lassen sich Mapping-Fehler bereits vor dem ersten produktiven Lauf eines Jobs erkennen,
statt sie erst über eine fehlgeschlagene Dead-Letter-Nachricht zu bemerken (siehe
peek_dead_letter_queue_messages, Operationen).
GitHub Copilot (VS Code)
VS Code (ab Version 1.99, Agent-/Chat-Modus) unterstützt MCP-Server nativ über eine mcp.json —
entweder projektweit unter .vscode/mcp.json oder als Nutzer-Konfiguration über die
Command Palette (MCP: Open User Configuration). Anders als Claude Codes .mcp.json liegt der
Server hier unter dem Schlüssel servers, nicht mcpServers:
{
"servers": {
"databridge": {
"type": "http",
"url": "https://<function-app-name>.azurewebsites.net/api/mcp?code=${input:databridgeFunctionKey}"
}
},
"inputs": [
{
"id": "databridgeFunctionKey",
"type": "promptString",
"description": "DataBridge MCP Function Key",
"password": true
}
]
}
Der inputs-Block sorgt dafür, dass VS Code beim ersten Verbindungsversuch einmalig nach dem
Function Key fragt (maskierte Eingabe) statt ihn im Klartext in der Datei zu speichern — dieselbe
Absicht wie die ${DATABRIDGE_FUNCTION_KEY:-local}-Umgebungsvariable im Claude-Code-Beispiel oben,
nur über den VS-Code-eigenen Mechanismus. Lokal (Function-Host ohne Auth-Prüfung) reicht auch hier
ein beliebiger Platzhalterwert. Details zu Input-Variablen:
VS Code MCP-Konfigurationsreferenz.
Nach dem Speichern zeigt VS Code den Server im Chat-/Agent-Modus an; die Tools lassen sich dort wie jedes andere MCP-Tool auswählen und aufrufen.
Microsoft 365 Copilot
Microsoft 365 Copilot bindet externe MCP-Server nicht direkt per URL im Chat ein, sondern über Copilot Studio — dort lässt sich ein bestehender MCP-Server einem Agenten als Tool hinzufügen, und dieser Agent dann in Microsoft 365 Copilot veröffentlichen. Die Einrichtung erfolgt über den MCP-Onboarding-Wizard in Copilot Studio:
- Im Agenten zur Seite Tools wechseln → Add a tool → New tool → Model Context Protocol.
- Server-URL eintragen:
https://<function-app-name>.azurewebsites.net/api/mcp. - Als Authentifizierungsart API key wählen (nicht OAuth 2.0 — unser Server nutzt den Azure-Functions-eigenen Function-Key-Mechanismus, kein OAuth).
- Als Type Query wählen und als Parametername
codeeintragen — das entspricht genau dem?code=-Query-Parameter, den auch Claude Code und VS Code verwenden. - Create, dann den Function Key als API-Key-Wert für die Verbindung hinterlegen.
Copilot Studio unterstützt für MCP ausschließlich den Streamable-HTTP-Transport (SSE ist
seit August 2025 deprecatet) — genau das Protokoll, das McpApi.cs implementiert, es sind also
keine serverseitigen Anpassungen nötig.
Die Microsoft-365-Copilot-Integration für MCP-Server entwickelt sich weiter (Copilot Studio hat die GA für MCP-Tools im Sommer 2026 erreicht); ob und wie ein Tool in einer konkreten Microsoft-365-Oberfläche (Copilot Chat, Excel, Teams, …) angezeigt wird, hängt vom jeweiligen Copilot-Erlebnis und der Agenten-Konfiguration ab. Vor einem produktiven Rollout die Verbindung mit einem Testagenten in Copilot Studio verifizieren.
Alternativ lässt sich der Server auch als benutzerdefinierter Connector über eine
OpenAPI-Beschreibung in Power Apps einbinden (x-ms-agentic-protocol: mcp-streamable-1.0) — das
ist der Weg, wenn mehr Kontrolle über die Connector-Konfiguration nötig ist als der Wizard bietet.
Details dazu: Microsoft-Dokumentation zu MCP in Copilot Studio.