Voraussetzungen
Bevor die DataBridge installiert werden kann, müssen die folgenden Voraussetzungen in Azure, Dataverse und Business Central erfüllt sein.
Azure-Abonnement
Ein aktives Azure-Abonnement ist Pflicht. Im Abonnement müssen die folgenden Resource Provider registriert sein:
| Provider | Zweck | Pflicht |
|---|---|---|
Microsoft.Insights | Application Insights | ✅ |
Microsoft.OperationalInsights | Log Analytics | ✅ |
Microsoft.ServiceBus | Service Bus Namespace | ✅ |
Microsoft.Storage | Table Storage, Blob Storage | ✅ |
Microsoft.Web | Azure Function App | ✅ |
Microsoft.Dashboard | Grafana-Dashboard in Application Insights | ✅ |
Microsoft.KeyVault | Sichere Speicherung von Connection Strings | optional |
Microsoft.Relay | Hybrid Connections (OnPremise-Anbindung) | optional |
Microsoft.App | Container Apps | veraltet / deprecated |
Provider können im Azure Portal unter Abonnement → Ressourcenanbieter aktiviert werden.
Das Grafana-Dashboard wird bei jedem Deployment angelegt — ohne Möglichkeit, es abzuwählen. Ist der Provider nicht registriert, schlägt das gesamte Deployment fehl.
Empfohlene Instanzen-Struktur
Pro Umgebung wird eine eigene DataBridge-Instanz (= Ressourcengruppe) benötigt. Als Regelfall werden zwei Instanzen empfohlen:
| Instanz | Zweck |
|---|---|
| Test | Validierung von Mappings und Konfigurationsänderungen |
| Produktion | Liveverbindung zwischen den Produktivsystemen |
Eine Entwicklungsinstanz ist meist nicht nötig, da die Entwicklung der DataBridge selbst bei WYSA liegt und sich eine Synchronisation im Entwicklungssystem selten lohnt.
Eine dritte Instanz für Entwicklung ist dann sinnvoll, wenn im Entwicklungssystem eigene Anpassungen an Dataverse oder Business Central entstehen, die vor dem Test gegen eine laufende Synchronisation geprüft werden sollen — etwa neue Felder, geänderte Optionssets oder umgebaute Entitäten. In diesem Fall werden drei Ressourcengruppen benötigt (Entwicklung, Test, Produktion).
Laufzeitumgebung
Die DataBridge läuft als Azure Function App. Die folgenden Eckdaten werden vom Deployment gesetzt und müssen nicht vorbereitet werden — sie sind hier als Referenz für die Abstimmung mit der IT aufgeführt:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Laufzeit | .NET 10, Isolated Worker |
| Azure Functions Runtime | v4 |
| Betriebssystem | Windows |
| App Service Plan | Y1 (Consumption) oder EP1–EP3 (Premium), wählbar beim Deployment |
Beim containerisierten Betrieb wird zusätzlich Zugriff auf die WYSA-Container-Registry
benötigt. Das aktuelle Image ist
acrwysatest.azurecr.io/containered-connector:v2.2.0.
Unterstützte Quell- und Zielsysteme
| System | Lesen | Schreiben | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Dynamics 365 Business Central | ✅ | ✅ | Cloud und OnPremise |
| Dynamics 365 / Dataverse | ✅ | ✅ | Change Tracking erforderlich (siehe unten) |
| Microsoft Dynamics NAV | ✅ | ✅ | OnPremise, wahlweise Basic Auth oder NTLM |
| Microsoft SQL Server | ⚠️ Preview | — | |
| MySQL / MariaDB | ⚠️ Preview | — | |
| Oracle Database | ⚠️ Preview | — | |
| PostgreSQL | ⚠️ Preview | — |
Für die vier SQL-Systeme gelten die unten beschriebenen Anforderungen an Anwendungsbenutzer und Change Tracking nicht — dort werden lediglich ein Connection String und die Netzwerkerreichbarkeit aus Azure heraus benötigt. Die Konnektoren sind als Vorabversion eingestuft und unterstützen kein Schreiben; Details auf den Konnektor-Seiten.
Benutzerkonten
Die folgenden Anforderungen gelten für die Anbindung von Dataverse und Business Central. Für SQL-Quellsysteme genügt ein Datenbankbenutzer mit Leserechten.
Administrations-/Betreuungsbenutzer (Entra-Benutzer)
Für die Einrichtung und Pflege von Dataverse und Business Central wird ein menschlicher Benutzer benötigt, der in Entra ID existiert und entsprechend lizensiert ist.
| System | Mindestrechte |
|---|---|
| Dataverse | Rolle „Systemadministrator" + mindestens eine Power Platform-Lizenz |
| Business Central | Administrationsrechte + BC-Lizenz zugewiesen |
Anwendungsbenutzer (Service Principal / App Registration)
Anwendungsbenutzer ermöglichen der DataBridge den automatisierten, sicheren Zugriff auf die Systeme — ohne personengebundene Credentials.
Minimum: 1 Anwendungsbenutzer pro DataBridge-Instanz.
Empfehlung: 3 Anwendungsbenutzer für maximale Sicherheit und klare Trennung:
| Anwendungsbenutzer | Zweck | Benötigte Rechte |
|---|---|---|
| Deployment-User | Installation und Updates der DataBridge | Azure: Contributor auf Ressourcengruppe (bei aktiviertem enableManagedIdentity: Owner oder User Access Administrator, da Rollen zugewiesen werden) · Dataverse: S2S-Benutzer + Systemadministrator |
| Dataverse-User | Datenaustausch mit Dataverse im laufenden Betrieb | Dataverse: S2S-Benutzer + Systemadministrator oder individuelle Sicherheitsrolle |
| BC-User | Datenaustausch mit Business Central im laufenden Betrieb | BC: Registriert + individuelle Sicherheitsrolle |
Alle Anwendungsbenutzer müssen als App Registration in Entra ID angelegt und in den jeweiligen Systemen als S2S-Benutzer registriert sein.
Dataverse: Change Tracking aktivieren
Für alle Dataverse-Tabellen, die als Quelle genutzt werden sollen, muss Change Tracking aktiviert sein. Ohne Change Tracking kann die DataBridge keine effizienten Differenzabfragen durchführen.
Aktivierung: Power Platform Admin Center → Umgebung → Tabellen → Tabelle auswählen → Eigenschaften → „Änderungsnachverfolgung aktivieren" ✅
Benötigte Software für die Installation
Wird die DataBridge über den Marketplace-Assistenten installiert, ist keine lokale Software erforderlich — die Einrichtung läuft vollständig im Azure Portal.
Für das Deployment per Bicep / Azure CLI muss auf dem ausführenden Rechner installiert sein:
| Software | Download | Mindestversion |
|---|---|---|
| Azure CLI | learn.microsoft.com | aktuell |
| Bicep Extension | über Azure CLI | ≥ 0.35 |
Bicep-Extension installieren und verifizieren:
az bicep install
az bicep version # Ausgabe sollte ≥ 0.35 zeigen
Die Installation selbst kann durch WYSA durchgeführt werden, sofern der
Deployment-Anwendungsbenutzer mit Contributor-Rechten auf der Ressourcengruppe
bereitgestellt wurde. Soll der Preview-Schalter enableManagedIdentity genutzt werden,
benötigt der Deployment-User Owner oder User Access Administrator, da dabei
Rollenzuweisungen angelegt werden.